Baunebenkosten bei Baufinanzierung berücksichtigen



Ein eigenes Haus bauen ist für viele Deutsche ein Lebenstraum. Die eigenen vier Wände ganz nach den eigenen Wünschen zu gestalten und ein Heim für sich und seine Familie zu schaffen, ist dank niedriger Darlehenszinsen derzeit für viele erschwinglich geworden. So ergreifen zahlreiche Deutsche die Chance und beginnen mit dem Projekt Traumhaus. Am Anfang steht dabei meist die Baufinanzierung. Welchen Finanzierungsrahmen man benötigt, hängt einerseits vom Eigenkapital und andererseits auch vom geplanten Haus ab. Bevor man aber einen Vertrag für eine Baufinanzierung abschließt, sollte man aber noch einmal genau nachrechnen, wie hoch die Darlehenssumme sein soll. Oft verkalkulieren sich Bauherren, denn ein Punkt wird gerne in den Kostenberechnungen vergessen: Die Baunebenkosten.



Berechnung der Nebenkosten bei Bau oder Kauf einer Immobilie?

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Was sind Baunebenkosten?

Es entstehen beim Hausbau Nebenkosten, die nicht zu den generellen Kosten beim Hausbau gezählt werden. Zwar gibt es eine Baunebenkosten Definition die im § 22 der Wertermittlungsverordnung (WertV) geregelt ist, es gibt aber auch flexiblere Auslegungen, welche die entstehenden Kosten beim Hausbauen unterschiedlich zuweisen. Eine annäherungsweise Definition ist, dass alle Kosten, die nicht mit dem Haus selbst in Verbindung stehen, zu den Baunebenkosten gezählt werden. So würden in einer weniger eng gefassten Definition auch die Kosten für den Grundstückserwerb und die Erschließung zu den Baunebenkosten zählen.

Höhe Baunebenkosten

Für Bauherren von großem Interesse ist natürlich die Höhe der Baunebenkosten. Je nachdem welche der anfallenden Kosten als Nebenkosten gewertet werden, variiert der Betrag entsprechend. Experten geben als Richtwert gerne 10-20% der Baukosten als Baunebenkosten Höhe an. Allerdings ist es ratsam, jeden einzelnen Kostenpunkt vorab zu prüfen und am Ende eine Gesamtsumme festzuhalten, anstatt einen Pauschalbetrag von den bisher ermittelten Kosten prozentual aufzuschlagen.

Geht man die Baukosten Liste Schritt für Schritt durch, erhält man genauere Ergebnisse. Anders als beim Immobilienkauf lässt sich die genaue Summe der Hausbau Kosten nicht exakt vorhersagen. Studien belegen, dass es bei Bauprojekten immer wieder zu unerwarteten Kostenänderungen kommen kann, die das Gesamtergebnis beeinflussen.

Baunebenkosten Übersicht

Welche Kosten zu den Baunebenkosten gerechnet werden, kann also unterschiedlich gehandhabt werden. Man sollte aber dafür sorgen, dass alle möglichen Kosten eines Hausbaus in der persönlichen Kostenkalkulation bedacht wurden. Dies sind die häufigsten Baunebenkosten beim Hausbau.

Maklerprovision Wurde für die Grundstückssuche und den anschließenden Kauf ein Makler eingesetzt, muss dieser entlohnt werden. Die Maklerkosten richten sich meist prozentual nach dem Kaufpreis.
Grunderwerbssteuer Kauft man ein Grundstück müssen für den Grunderwerb Steuern entrichtet werden. Die Höhe ist dabei von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt und kann beim zuständigen Finanzamt ermittelt werden.
Grundbucheinträge Sowohl der Grundstückserwerb als auch die Grundschuld für den Darlehensgeber müssen in das Grundbuch eingetragen werden. Für beide Einträge werden Gebühren beim Grundbuchamt fällig. Die genauen Kosten können beim zuständigen Grundbuchamt erfragt werden.
Notarkosten Zu den Kosten für die Grundbucheinträge kommen Notarkosten hinzu. Einerseits muss der Grundstückskauf notariell bestätigt werden, zum anderen müssen auch die Grundbucheintragungen beglaubigt werden. Der Gebührenordnung für Notare kann man die jeweiligen Preise entnehmen.
Bauantrag, Bauanzeige und Baugenehmigung Zu den Baunebenkosten zählen auch die Gebühren für diverse bürokratische Genehmigungen. Dazu gehören der Bauantrag, die Baugenehmigung und die Bauanzeige.
Erschließung Bevor der Bau beginnen kann, muss das Grundstück erschlossen werden. Das heißt, eine Zufahrt für die Baugeräte und Arbeiter müssen gelegt und außerdem die Wasser- und Stromversorgung gewährleistet werden. Hinzu kommen die Leitungen, die für das Haus selbst benötigt werden. Je nach Baufirma sind diese bereits in den Baukosten enthalten oder werden extra verrechnet.
Versicherungen Um sich gegen möglicherweise auftretende Schäden abzusichern, ist es sinnvoll auch einige Versicherungen abzuschließen. Dazu gehören die Bauherren-Haftpflichtversicherung, die Bauleistungsversicherung und eine Wohngebäudeversicherung. Weitere ergänzenden Versicherungen sind möglich. Viele Versicherer bieten für Bauherren auch ein Versicherungspaket an, in dem alle notwendigen Versicherungen zusammengefasst sind.

Haus bauen: Kosten kalkulieren und Darlehen anpassen

Oft denkt man bei der Finanzierungsplanung nicht an die Nebenkosten – Hausbau und Grundstückskauf erfordern ohnehin schon sehr große Summen. Dennoch ist es wichtig, auch die Baunebenkosten vorab zu berechnen und in die Kalkulation der Baufinanzierung aufzunehmen. Ebenso wie bei den reinen Baukosten, können auch bei den Nebenkosten in den meisten Fällen keine exakten Zahlen ermittelt werden. Dies liegt an prozentualen Preisstrukturren (Makler) und unterschiedlichen Gebührenschlüsseln (Gebühren nach Bundesland).

Näherungswerte können für die Baunebenkosten aber durchaus errechnet werden. Danach sollte man klären, ob diese in die Baufinanzierung mit aufgenommen werden sollen und der Darlehensbetrag entsprechend angepasst werden muss oder ob man die Nebenkosten mit Eigenkapital begleicht. Alternativ kann auch ein Ratenkredit aufgenommen werden, allerdings bieten diese in der Regel schlechtere Zinsen als eine Baufinanzierung.